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Spirituosenproduktion Schweiz: Historischer Tiefstand

Spirituosenproduktion Schweiz: Historischer Tiefstand

Im Brennjahr 2014 zeigen alle Kennzahlen für destillierte Getränke nach unten. Die Inlandproduktion fällt erneut auf einen historischen Tiefststand. Auch die Spirituoseneinfuhren liegen aufgrund eines Rückgangs um fünf Prozent auf dem tiefsten Stand seit 2009. Die Ausfuhren sind ebenfalls zurückgegangen, übertreffen jedoch den Durchschnitt. Nach einem Rekordjahr sind die Ethanolverkäufe auf ihr Niveau von 2012 zurückgefallen. Dieser generelle Abwärtstrend schlägt sich in den Steuereinnahmen und dem Spirituosenkonsum pro Kopf nieder.

Nach dem sehr schwachen Brennjahr 2012/2013 wurde für 2013/2014 eine Verbesserung erwartet. Diese trat jedoch nicht ein. Die Erntebilanz 2013 fiel durchzogen, insgesamt aber bloss mittelmässig aus. 2013/2014 wurden lediglich 11’498 Hektoliter reinen Alkohols (100 Volumenprozente) gebrannt. Dieses Ergebnis liegt ein Prozent unter dem bisherigen rekordschlechtesten Brennjahr 2012/2013. Die Erzeugung von Zwetschgen- und Pflümlibrand sowie von Kirsch stieg zwar um 13% beziehungsweise 20%, ist jedoch noch nicht mit den letzten guten Brennjahren (2011/2012 und 2009/2010) vergleichbar. Auch vermag dieses Ergebnis den Einbruch um 17% bei den Kernobstdestillaten (Äpfel, Birnen, Quitten) nicht zu kompensieren. Dagegen steigt die Herstellung von Spirituosen aus importierten Rohstoffen um 22% (1’973 Hektoliter reinen Alkohols).

Die Zahlen zur Erzeugung von Spirituosen auf Basis von Trinksprit (z.B. Liköre, Aperitifs, Absinth) sprechen eine noch deutlichere Sprache. 2014 wurden lediglich 9’406 Hektoliter reinen Alkohols hergestellt, was einem Rückgang um 10 Prozent gegenüber 2013 (11’809 Hektoliter reinen Alkohols) entspricht.

Spirituosenimport

Der Schweizer Spirituosenmarkt wird immer noch weitgehend von ausländischen Produkten dominiert. 84’892 Hektoliter reinen Alkohols wurden 2014 eingeführt, gegenüber 89’783 im 2013. Der Rückgang um fünf Prozent erklärt sich hauptsächlich mit den rückläufigen Einfuhren von Wodka (-15%), Rhum (-7%), Spirituosen mit Anis (-10%), Cognac (-14%) und Grappa (-37%). Die Zahlen zum Import von Kirsch (-17%), Zwetschgen- und Pflümlibrand (-32%) sowie Kernobstdestillaten (+37%) widerspiegeln das magere Ergebnis der inländischen Produktion. Der Whiskey behält mit 18’222 Hektolitern reinen Alkohols seinen Spitzenplatz als meistkonsumierte Spirituose der Schweiz (18’288 Hektoliter reinen Alkohols im Jahr 2013).

Spirituosenexport

2013 waren die Spirituosenexporte spektakulär in die Höhe geschnellt (+41%). Dieses Phänomen flachte 2014 ab (-12%, auf 3’853 Hektoliter reinen Alkohols). Die exportierten Mengen übertreffen jedoch den Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Besonders stark wuchsen die Absinthexporte (+93%). Umgekehrt verringerten sich der Absatz der übrigen Spirituosen mit Anis und derjenige von Schweizer Kirsch um 17%. Der Williamsbirnenbrand bleibt die im Ausland am stärksten nachgefragte Schweizer Spirituose (262 Hektoliter reinen Alkohols), obwohl auch ihre Nachfrage um zwei Prozent sank.

Spirituosenkonsum

Als Folge der gesunkenen Importe und der rückläufigen Inlandproduktion dürfte der Spirituosenkonsum ebenfalls unter die Grenze von 1,5 reinen Alkohols pro Kopf sinken (provisorische Berechnung). Vollständige Angaben zum einheimischen Alkoholkonsum werden im Sommer 2015 gestützt auf die definitiven Zahlen zur Schweizer Wohnbevölkerung vorliegen.

Ethanolverkäufe

Nach dem Rekordjahr 2013 (beinahe 40 Mio. Kilogramm), erreichten die Ethanolverkäufe im Jahr 2014 noch 38,2 Millionen Kilogramm. Sie liegen trotz einem leichten Rückgang um fünf Prozent immer noch auf einem hohen Niveau. Das Verkaufsniveau von Alcosuisse hängt nicht nur von der Wirtschaftskonjunktur, sondern auch von der strukturellen Entwicklung der Binnennachfrage für Ethanol-basierte Lösungen ab.

Steuereinnahmen

Durch die schwache Inlandproduktion und den Rückgang der Importe sind die Einnahmen aus der Spirituosensteuer um 2,5% gesunken (283,1 Mio. Franken im 2014 gegenüber 290,5 Mio. Franken im 2013).

Quelle: Eidg. Alkoholverwaltung EAV

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