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Frage der Woche
2026  ·  jeden Freitag

Champagner, Crémant, Prosecco – drei prickelnde Klassiker, ständig verwechselt. Dabei trennt sie mehr als nur die Herkunft.

Die kurze Antwort

Alle drei sind Schaumweine – doch entscheidend ist die Methode: Champagner und Crémant gewinnen ihre Perlage durch eine zweite Gärung in der Flasche, Prosecco meist im Stahltank. Das prägt Perlage, Charakter und Preis.

Zunächst ist der Name geschützte Herkunft. Champagner darf sich nur nennen, was aus der französischen Region Champagne stammt. Crémant bezeichnet französische Schaumweine aus anderen Gebieten – etwa Elsass, Burgund oder Loire –, die nach demselben Verfahren entstehen. Prosecco wiederum kommt aus dem Nordosten Italiens und basiert auf der Glera-Traube.

Den grössten Unterschied macht die zweite Gärung. Bei Champagner und Crémant findet sie in der Flasche statt (méthode traditionnelle); der lange Kontakt mit der Hefe schenkt feine Perlage und brotig-cremige Noten. Prosecco vergärt überwiegend im Drucktank, was fruchtig-blumige Aromen und eine lockerere Perlage betont – und ihn meist günstiger macht.

Als grobe Faustregel, bewusst vereinfacht: Champagner steht für Komplexität und Prestige, Crémant bietet oft das beste Preis-Genuss-Verhältnis, Prosecco den unbeschwerten, fruchtigen Aperitif.

Auf einen Blick: Herkunft & Methode
Champagner Champagne (FR) · Flaschengärung
Crémant Frankreich, ausserhalb Champagne · Flaschengärung
Prosecco Venetien/Friaul (IT) · Tankgärung

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