Der Frühling hat einen fixen Termin im Zürcher Weinjahr: die Expovina Primavera. Vom 19. bis 26. März 2026 verwandelt sich die historische Giessereihalle im Puls 5 in Zürich-West zum achten Mal in Folge in ein Weinmekka, das Einsteiger und Connaisseurs gleichermassen abholt. Rund 95 Ausstellende aus über 25 Ländern präsentieren mehr als 2000 Weine zur Degustation und zum Kauf. Dieses Jahr kommt ein besonderer Grund zum Feiern dazu: Die Primavera begeht ihr 20. Jubiläum. Und wie es sich für ein rundes Jubiläum gehört, hat die Expovina AG gleich mehrere Highlights in petto.
20 Jahre Weinfrühling: Was die Jubiläumsausgabe ausmacht
Zwei Jahrzehnte Expovina Primavera — das ist auch eine Geschichte über die Entwicklung von Zürich-West. Als die Messe 2005 erstmals in der damaligen Giessereihalle von Escher-Wyss startete, war das Quartier rund um den Escher-Wyss-Platz noch ein Stadtentwicklungsprojekt. Heute ist der Puls 5 das Herzstück eines der urbansten Stadtteile der Schweiz, und die Primavera hat sich als unverzichtbarer Saisonauftakt für den Schweizer Weinhandel etabliert. Geschäftsführer Pascal Schlittler bringt es auf den Punkt: Gerade weil es der Branche nicht immer einfach falle, sei der persönliche Austausch zwischen Winzern, Händlern und Weinliebhabern umso wichtiger. Das Jubiläumsprogramm setzt genau dort an — mit mehr Tiefgang, mehr Entdeckungen und einem frischen Degustationsformat.
Expovina Primavera 2026 – Auf einen Blick
Datum: 19.–26. März 2026 | Ort: Puls 5, Giessereihalle, Giessereistrasse 18, 8005 Zürich | Öffnungszeiten: Eröffnungstag Do 19.3.: 16–21 Uhr | Mo–Sa: 14–21 Uhr | So: 12–18 Uhr | Letzter Tag Do 26.3.: 14–20 Uhr | Eintritt: ab CHF 32, Tickets online unter expovina.ch oder an der Tageskasse | Zutritt ab 18 Jahren (11–16 Jahre zum halben Preis) | Aussteller: ca. 95 | Länder: über 25 | Weine: mehr als 2000
Schweizer Terroir im Mittelpunkt: Petite Arvine aus Fully
Ein Highlight zieht dieses Jahr besonders viel Aufmerksamkeit auf sich: Zum ersten Mal treten sieben Walliser Weingüter der Winzergemeinschaft Les Petites Arvines de Fully gemeinsam an der Primavera auf. Am Stand A04 präsentieren Cave la Cigale, Cave le Grillon, Cave Mandolé, Domaine Mettaz, Cave de l’Orlaya, Cave de la Tulipe und Cave des Vignerons ihre jeweilige Interpretation der Petite Arvine — einer Rebsorte, die wie kaum eine andere für die Eigenständigkeit des Schweizer Terroirs steht. Dich erwarten Weine mit präziser Zitrusaromatik, lebendiger Säure und der für Fully typischen salzig-mineralischen Tiefe, die auf die magnesiumreichen Böden dieser Walliser Gemeinde zurückgeht. Gleichzeitig ist mit dem Domaine La Rodeline am Stand C11 ein langjähriger Primavera-Teilnehmer zugegen, der hochwertige Cuvées aus dem gleichen Umfeld anbietet. Wer die Bandbreite der Petite Arvine wirklich verstehen möchte, sollte die exklusive deutschsprachige Masterclass der Winzergemeinschaft einplanen. Plätze sind begrenzt. Das ist Schweizer Weingeschichte zum Anfassen.
Pop-Up Corner: Crémants aus der luxemburgischen Mosel
Der Pop-Up Corner der Primavera ist traditionell der Ort für Entdeckungen abseits des Mainstreams. 2026 rücken Crémants aus der luxemburgischen Mosel in den Fokus. Mehrere Winzer präsentieren ihre aktuellen Abfüllungen aus einer Schaumweinregion, die ausserhalb Luxemburgs noch weitgehend unbekannt ist — zu Unrecht. Luxemburgische Crémants entstehen überwiegend aus den Sorten Pinot Blanc, Auxerrois, Riesling und Elbling und werden nach der klassischen Méthode traditionnelle produziert. Das Ergebnis sind Schaumweine mit feiner Perlage, frischer Frucht und einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das auch Champagner-Fans aufhorchen lässt. Der Pop-Up Corner ist einer der Stände, den du dir keinesfalls entgehen lassen solltest.
No-Low-Weine und Jahrgang 2025
Die Primavera greift mit ihrem No-Low-Segment einen der stärksten Trends im internationalen Weinmarkt auf. Gemeinsam mit Anbietern wie Amesco und dem kuratierten Konzept „Keine Weine“ zeigt die Messe neue Getränke auf Traubenbasis, die alkoholfrei oder alkoholarm sind — ohne Kompromisse beim Genuss. Das Segment gewinnt weltweit rasant an Bedeutung und verdient an einer Weinmesse ebenso Raum wie ein Grand Cru.
Ebenfalls spannend: Die Primavera bietet eine erste Gelegenheit, Weine aus dem Jahrgang 2025 zu entdecken. Viele Produzenten berichten von guten Reifebedingungen und ausgewogenen Mostgewichten. Besonders bei Weissweinen soll der Jahrgang Frische und Präzision bringen, bei Rotweinen elegante Struktur. Das klingt nach einem Jahrgang mit Potenzial. Mehr weisst du, nachdem du die Gläser gehoben hast.
Masterclasses und Taste-Off Battle: Wissen und Spielfreude
Das Masterclass-Programm gehört zu den starken Karten der Primavera. Zwei Namen stechen besonders hervor: Ivan Barbic MW, Master of Wine, und Marc Almert, ASI-Sommelier-Weltmeister 2019, sind unter den Referenten. Dazu gesellt sich ein ganzer Masterclass-Tag, der vom renommierten Weinmagazin VINUM gestaltet wird. Die Sessions dauern 60 bis 90 Minuten, die Plätze sind limitiert — Voranmeldung unter expovina.ch/primavera/masterclasses ist deshalb Pflicht.

Wer Degustation als Sport versteht, wird die Taste-Off Battle WebApp des luxemburgischen Start-ups fabstWines lieben. Du hältst deine Eindrücke digital fest und siehst anschliessend, wie nahe deine Bewertung an jener der Winzer oder anderer Teilnehmer liegt. Die Expovina Primavera gehört zu den ersten Weinmessen der Schweiz, die dieses Format einsetzt. Einfach den QR-Code scannen und loslegen.
Dein Besucherguide: Tickets, Öffnungszeiten, Anreise
Der Eintritt kostet ab CHF 32 und ist direkt an der Tageskasse oder bequem online über expovina.ticketino.com erhältlich.
Öffnungszeiten im Überblick: Am Eröffnungstag (Donnerstag, 19. März) beginnt die Messe erst um 16 Uhr und endet um 21 Uhr. Von Montag bis Samstag ist die Primavera von 14 bis 21 Uhr geöffnet. Am Sonntag startet die Messe bereits um 12 Uhr und schliesst um 18 Uhr. Am letzten Tag (Donnerstag, 26. März) gelten die Zeiten 14 bis 20 Uhr.
Mit dem öffentlichen Verkehr bist du optimal unterwegs: Die Tramlinien 4, 8 und 17 sowie die Buslinien 33 und 72 halten praktisch vor der Haustür des Puls 5. Vom Bahnhof Hardbrücke sind es zu Fuss rund acht Minuten. Wer mit dem Auto kommt, findet in der Umgebung mehrere Parkhäuser und eine eigene Parkgarage im Puls 5 mit 62 öffentlichen Plätzen.
Tipp: Nutze die digitale Weinsuche-Datenbank auf expovina.ch, um vor deinem Besuch gezielt nach Sorten, Regionen und Ausstellern zu filtern. So weisst du, welche Stände du priorisierst — und behältst auch nach dem dritten Glas den Überblick.
Fazit
Die Expovina Primavera 2026 ist weit mehr als eine Weinmesse. Sie ist ein Seismograf für das, was die Schweizer Weinszene bewegt: globale Trends wie No-Low-Weine, regionale Identität wie die Petite Arvine aus Fully und internationale Entdeckungen wie die Crémants aus Luxemburg — alles unter einem Dach, in einer der schönsten Industriehallen der Stadt. Ob du gezielt auf Einkaufstour gehst oder einfach die ersten warmen Tage des Weinfrühlings zelebrieren möchtest: Der Puls 5 ist vom 19. bis 26. März die richtige Adresse.

FAQ: Expovina Primavera 2026
Was kostet der Eintritt zur Expovina Primavera 2026?
Tickets sind ab CHF 32 erhältlich, entweder online unter expovina.ticketino.com oder direkt an der Tageskasse. Jugendliche von 11 bis 16 Jahren in Begleitung Erwachsener zahlen den halben Preis.
Wann ist die Expovina Primavera 2026 geöffnet?
Die Messe findet vom 19. bis 26. März 2026 statt. Eröffnungsabend: 16–21 Uhr; Montag bis Samstag: 14–21 Uhr; Sonntag: 12–18 Uhr; letzter Tag: 14–20 Uhr.
Wie komme ich zur Expovina Primavera im Puls 5?
Der Puls 5 in Zürich-West ist mit Tram und Bus bestens erschlossen (Linien 4, 8, 17, 33, 72). Vom Bahnhof Hardbrücke läufst du in rund acht Minuten bis zur Giessereihalle.
Kann ich an der Expovina Primavera Weine kaufen?
Ja, die Weine werden nicht nur zur Degustation, sondern auch zum Kauf angeboten. Viele Aussteller bieten an der Messe exklusive Konditionen.
Was sind die besonderen Highlights der Expovina Primavera 2026?
Das Jubiläumsjahr wartet mit Crémants aus der luxemburgischen Mosel im Pop-Up Corner, dem gemeinsamen Auftritt der Walliser Winzergemeinschaft Les Petites Arvines de Fully, einer kuratierten No-Low-Auswahl und einem hochkarätigen Masterclass-Programm mit Ivan Barbic MW und Marc Almert auf.













