Der Negroni gilt weltweit als der Inbegriff des italienischen Aperitivo. Doch im Herzen von Zürich, im traditionsreichen Baur au Lac, hat man sich nicht mit dem Klassiker zufriedengegeben. Mit dem „Edigroni“ wurde eine Interpretation geschaffen, die schottische Wurzeln mit italienischer Bitterkeit vereint – und nun den Weg aus der Bar in die Hausbars der Connaisseure findet.
Wenn sich die schweren Türen des Baur au Lac öffnen, betritt man eine Welt, die seit 1844 Bestand hat. Doch Tradition bedeutet in der Hotellerie nicht Stillstand. Das beweist kaum ein Ort so sehr wie das «Baur’s». Seit der Eröffnung im September 2019 hat sich die Brasserie und Bar im Baur au Lac als feste Grösse im Zürcher Nachtleben etabliert. Gestaltet von der Design-Ikone Martin Brudnizki, erinnert das Interieur mit seinen warmen Rottönen und hellen Grünnuancen an ein stilvolles Wohnzimmer von zeitloser Eleganz. Es ist ein Ort, der sowohl ein kosmopolitisches Publikum als auch Zürcher Einheimische anzieht, um dem hektischen Treiben der Innenstadt zu entfliehen.
In diesem Ambiente, wo normalerweise Zigarrenfans in der Lounge exklusive Selektionen geniessen und Gäste die kuratierte Barkarte studieren, entstand ein Drink, der sich schnell zum heimlichen Star des Hauses entwickelte: der „Edigroni“.
Das Geheimnis der Rezeptur
Verantwortlich für diese Kreation zeichnet das Barteam unter der Leitung von Barchefin Natascha Galus. Sie liessen sich vom weltberühmten italienischen Vorbild inspirieren, interpretierten es jedoch neu. Was genau in den Shaker – oder in diesem Fall in die Flasche – kommt, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis. Das Rezept wird als „streng geheim“ klassifiziert.

Bekannt ist jedoch das Resultat dieser Alchemie: Der „Edigroni“ zeichnet sich durch ein Zusammenspiel aus lebendiger Fruchtigkeit und einer feinen Bitternote aus, ergänzt durch eine würzige Komplexität. Im Gegensatz zu manch wuchtigem Negroni, der oft sehr bitter daherkommt, wird dieser Drink als Komposition mit „Tiefgang und Überraschungseffekt“ beschrieben.
„Es erfüllt mich mit grosser Freude, dass die Baur’s-Kreation Edigroni zu einem Liebling unserer Gäste geworden ist. Er verkörpert genau das, wofür das Baur’s steht – Tradition mit einem überraschenden Twist.“
Die Bar für zuhause
Der Erfolg des Edigroni blieb nicht auf die Abendstunden an der Bar beschränkt. Die Nachfrage und Beliebtheit des Signature Cocktails wuchsen stetig an. Dies bewog die Besitzerfamilie Kracht dazu, einen Schritt weiterzugehen: Der Edigroni sollte „to go“ verfügbar gemacht werden.

Seit Oktober 2025 wird der Cocktail nun auch für den heimischen Genuss angeboten. Abgefüllt in einer eleganten 70-cl-Flasche, positioniert sich das Produkt im Premium-Segment und ist für CHF 89.– bei Baur au Lac Vins erhältlich. Damit reagiert das Baur au Lac auf das Bedürfnis vieler Gäste, das exklusive Erlebnis der Hotelbar auch in den eigenen vier Wänden geniessen zu können. Es ist ein Trend, der sich im Luxussegment zunehmend abzeichnet: Die Grenze zwischen der öffentlichen Gastronomie und dem privaten Genuss verschwimmt, sofern die Qualität stimmt.
Der «Perfect Serve»
Doch wie geniesst man einen solch komplexen „Ready-to-Drink“-Cocktail am besten? Die Expertin Natascha Galus hat einen klaren Genuss-Tipp:
- Das Glas: Ein klassischer Tumbler.
- Das Eis: Ein grosser Eiswürfel. Er kühlt effizient und schmilzt langsam, um den Drink nicht zu verwässern.
- Die Garnitur: Eine Orangenzeste. Ihr frisches, bittersüsses Aroma harmoniert perfekt mit den botanischen Noten.
Fazit
Mit dem „Edigroni“ beweist das Baur au Lac, dass sich Traditionshäuser nicht auf ihrer Geschichte ausruhen müssen. Durch die Verbindung von schottischem Gin und italienischer Aperitivo-Kultur ist ein moderner Klassiker entstanden, der nun auch über die Grenzen der Hotelbar hinaus verfügbar ist. Für Liebhaber gehobener Trinkkultur bietet die Flasche die Möglichkeit, einen Hauch der Zürcher High Society und die Handwerkskunst von Natascha Galus im eigenen Wohnzimmer zu erleben.













