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Donnerstag, Juni 13, 2024
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Die schottischen Highlands und die beste Whiskybar der Welt

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Die meisten Schottlandreisen beginnen in Edinburgh oder Glasgow und die Whiskyfreunde zieht es dann regelmässig und automatisch nach Islay oder der Speyside. Die Nebenregionen können infolge Zeitmangels und grossen Distanzen dann oftmals nicht mehr angefahren werden. Dieses Dilemma ist bekannt. Eine der Regionen, die nur die wenigsten Whiskyfreunde besuchen und verweilen, sind die Highlands. Günstige Flüge nach Inverness oder auch Aberdeen ermöglichen einen speziellen Kurzaufenhalt in gerade eben dieser mehr als spannenden Region.

Oberhalb von Inverness, an der Ostküste tummeln sich viele sehenswerte Brennereien, die alles andere als überlaufen sind und noch das „echte“ Distillery-Feeling bieten können. Klar, Glenmorangie hat seinen Ruf in letzter Zeit etwas nach unten gezogen, ist aber nach wie vor einen Besuch wert. Wunderschön gelegen und mit „Schwarzen Bäumen“, die gerade ausserhalb der Saison und ohne Blätter eine Szenerie schaffen, die zu einer Fotosession einlädt.

Professionelles Tasting bei Dalmore

Wenig weiter gegen Norden biegt man ab zum Klassiker Dalmore. Auch wenn das Schild am Eingang vermuten lässt, dass man alles andere als willkommen ist und womöglich gar die Gefahr besteht, von einem Scharfschützen beim Griff nach einem Mobiltelefon erschossen zu werden, ist ein Besuch der Distillery lohnenswert. Gerade das Tasting ist sehr professionell und wird von Experten durchgeführt. Grosses Lob. Enttäuscht wird sein, wer den Shop betritt. Hat mich an einen „Supermarkt“ am Ostende der Isle of Harris erinnert. Sagen wir einmal, da wird ein spartanischer Ansatz gefahren und man wird nicht mit einem Dalmore-Cap rauslaufen können.

Balblair Distillery: Fotografieren erlaubt

Besonders sehenswert ist Balblair Distillery. Klein, fein, freundlich und offen präsentiert sich diese Distillery den Besuchern. July Ross ist diejenige, die einen grossen Teil der Führungen macht und sie macht es gut. Grosses Plus ist auch die Tatsache, dass man den Fotoapparat nicht verstecken muss. Bis dato ist noch nichts explodiert infolge fotografierenden Touristen. Und das wird es auch nicht. Die Verbote anderer Destillerien haben andere Gründe. Oder wie wäre es noch mit einem Abstecher zur Clynelish Distillery oder ein Versuch bei Invergordon, der bekannten Grain Distillery? Zwei Tage lassen sich damit mehr als füllen.

Dornoch Castle Hotel: Best Whiskybar 2014

Als die Unterkunft schlechthin bietet sich das Dornoch Castle Hotel an. Es liegt nicht allzuweit weg von der nach Wick führenden A6 und schon das Dorf wie auch die Landschaft haben seinen Reiz. Das Dornoch Castle Hotel ist zentral gelegen und die Beschriftung zeugt von Understatement. Ein Gruselschloss das die beste Whiskybar 2014 beherbergt. Also rein durch die enge Tür und Checkin in der Bar. Dort bleiben das Auge und die Seele bereits an den unzähligen Raritäten-Whiskies hängen, die fein säuberlich sortiert in mehreren Glasvitrinen stehen. Talisker 1913, Glenmorangie 1959, Caol Isla 1946 und noch viel mehr. Man stellt sich schon gleich auf einen langen Abend ein, oder besser zwei und zählt geistig schon die Pfund in der Tasche, um zu wissen, was man sich alles leisten kann.

Ein Hotel für Whisky Enthusiasten

Betrieben wird das Dornoch Castle Hotel von zwei Whisky-Cracks: Simon und Phil Thomson haben den Betrieb vor einigen Jahren übernommen und mit ihrem Enthusiasmus für Whisky neues Leben eingehaucht und vielen lustigen Geistern eine neue Heimat geschaffen. In der niedrigen Bar vor knisterndem Feuer tummeln sich die verschiedensten Leute und viele davon kommen nur wegen des Whiskies. Phil und Simon sind bestens informiert und kennen Ihre Vitrinen auswendig. Eine klare Beratung hilft, durch den Dschungel der Möglichkeiten zu finden. Aber nicht nur für das flüssige Wohl ist bestens gesorgt, sondern auch die Speisen sind vorzüglich und mit viel Leidenschaft und innovativen Ansätzen gespickt. Wenn man dann endlich den Weg ins Zimmer geschafft hat über 100 Treppen und enge Gänge, dann darf man sich auf ein schönes Zimmer freuen, das herrschaftliche Gefühle auslöst. Und – als kleines Detail am Rande – man muss auch dort nicht verdursten, ein kleine Karaffe mit feinem Sherry ziert den Nachttisch. Das alles macht, dass die Highlands bei mir einen neuen und besonderen Stellenwert bekommen haben.

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