Biermarkt Schweiz wächst um 1,4 Prozent

Bier schäumt nicht vor Wut!

Das Braujahr 2013/2014 begann wettertechnisch gesehen vielversprechend. Namentlich der sonnenreiche und warme Frühling 2014 liess positive Erwartungen auf ein erfolgreiches Braujahr zu. Diese wurden aber durch die verregneten Sommermonate Juli und August getrübt. Trotz allem: Im Braujahr 2013/2014 wuchs der schweizerische Gesamtbiermarkt um 1,4 Pro- zent auf 4’642’944 Hektoliter Bier.

Der gesamte Biermarkt Schweiz verzeichnete im Braujahr 2013/14 (1. Oktober 2013 bis 30. September 2014) eine Zunahme von 1,4 Prozent oder 63’200 Hektoliter (hl) Bier auf 4’642’944 hl (464’294’400 Liter). Das Resultat ist geprägt durch eine Zunahme des Inlandausstosses der Schweizer Brauereien um 0,3 Prozent auf 3’397’640 hl (Vorjahr: 3’385’976 hl), was einem Marktanteil von 73,2 Prozent (Vorjahr: 73,9 Prozent) entspricht. Einen Anstieg um 4,3 Prozent (Vorjahr: 9,1 Prozent) auf 1’245’304 hl (Vorjahr: 1’193’768 hl) verzeichneten die Bierimporte.

Wettereinfluss
Schönes Wetter ist für den Brauer der beste Verbündete. Bei warmen und sonnigen Tagen steigt die Lust auf ein frisches Bier. Dies zeigt auch der Vergleich des Temperaturverlaufes der vergangenen Monate mit dem entsprechenden Bierausstoss. „Diese Wetterfühligkeit führt aber auch dazu, dass verregnete Monate wie der Juli und August 2014 negative Spuren in der Bierbilanz hinterlassen“, erklärt Dr. Markus Zemp, Präsident des Schweizer Brauerei-Verbandes. „Gerade aus diesem Grund ist das Wachstum von 1,4 Prozent positiv zu werten.“

Braustätten und Biervielfalt
Auch wenn das Wetter einen grossen Einfluss ausübt, gilt es für die Brauereien unbedingt, Biere in bester Qualität und in Vielfalt zu brauen. So kreieren die Braumeister immer wieder neue Variationen, werden traditionsreiche Bierstile neu entdeckt und die Bierkultur verstärkt zelebriert.

Dieser Trend zeigt sich auch in der zunehmenden Anzahl von Braustätten in der Schweiz. Zurzeit sind 473 aktive Brauereien bei der Eidgenössischen Zollverwaltung registriert. 1985 waren es noch gerade 35. “Jede Brauerei, ob nun Haus- oder Grossbrauerei, trägt mit ihrer Biervielfalt und ihren Ideen dazu bei, dass das Bier und seine jahrtausendealte Tradition an Aufmerksamkeit und Ansehen gewinnt2, betont Dr. Markus Zemp.

Schweizer Meisterschaft der Bier-Sommeliers und Tag des Schweizer Bieres
Seit 2011 bietet GastroSuisse in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Brauerei-Verband den Kurs zum Schweizer Bier-Sommelier, zur Schweizer Bier-Sommelière an. Diese Ausbildung erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit und wird 2015 dreimal in der Deutschschweiz und einmal in der Westschweiz durchgeführt. Am 7. Februar 2015 findet zudem die erste Schweizer Meisterschaft der Bier-Sommeliers statt. Die beiden Erstplatzier- ten qualifizieren sich für die Weltmeisterschaften im Juli 2015 in Brasilien.

Am 24. April 2015 findet bereits der 4. Tag des Schweizer Bieres statt. Dieser Tag soll Bier im Zusammenhang mit „Bierkultur und Brauereitradition“ erlebbar machen. Zugleich versinnbildlicht er auch den Start in die Biersaison. Am Abend des 24. Aprils 2015 wird der Bierorden „ad gloriam cerevisiae“ einer bekannten Persönlichkeit verliehen. Wer folgt auf Schauspieler Mike Müller? Mehr unter www.bier.ch.[divider]
Der Schweizer Brauerei-Verband
Dem 1877 gegründeten Schweizer Brauerei-Verband (ehem. Schweizerischer Bierbrauerverein) SBV gehören 16 schweizerische Brauerei-Unternehmen mit einem Mindestausstoss von 2000 hl an. Beim SBV kann jede Schweizer Brauerei oder Brauereigruppierung mit einem Bierausstoss von mehr als 2’000 hl Mitglied werden. Er wahrt und fördert die beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder. Ferner fördert er die Rationalisierung im Braugewerbe durch Normierungen, Forschungen und Erfahrungsaustausch.

Quelle: Schweizerischer Brauerei-Verband

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