Villiger Celebration

Ein Streifzug durch das gastronomische Zürich

Ein Streifzug durch das gastronomische Zürich

Die Zürcher Restaurant-Szene ist so vielfältig wie die Stadt selbst. Das Angebot der über 2‘000 Restaurants reicht von prämierten Gourmet-Lokalen über traditionelle Zunfthäuser mit bewegter Vergangenheit bis hin zu originellen Restaurants in Fabrikhallen. Im gastronomischen Zürich findet sich für jede Küche der Welt ein passendes Lokal. Besonders empfehlenswert sind aber die einheimischen Spezialitäten, die hier besonders gut schmecken: Zürcher Geschnetzeltes und Käse-Fondue sind ein Muss.

Zürcher Geschnetzeltes ist eine traditionelle Fleischspezialität, die zu Zürich gehört wie die zwei Türme des Grossmünsters. Es ist bei Einheimischen und Gästen gleichermassen beliebt und sollte daher auf keinen Fall verpasst werden. Das Zürcher Geschnetzelte wurde erstmals 1947 in einem Kochbuch erwähnt, wobei Rezepte für geschnetzeltes Kalbsfleisch bereits im 19. Jahrhundert im Alpenraum bekannt waren. Das Gericht setzt sich ursprünglich aus Kalbfleisch, Weisswein und Rahm zusammen, wird aber heute auch mit Champignons und Kalbsnieren gekocht. Als Beilage wird typischerweise Rösti serviert. Rösti (gesprochen = Rööschti) sind geriebene Kartoffeln, die in einer Pfanne zu einem Fladen ausgebacken werden. Durch die in den Kartoffeln enthaltene Stärke verbinden sich die Kartoffelraspeln zu einem Fladen. Bekannt für ihr Zürcher Geschnetzeltes sind unter anderem das Restaurant Rôtisserie im Hotel Storchen, die «Gnüsserei» in Zürich-West sowie die Zunfthäuser zur Waag und zur Zimmerleuten.

Währschaftes und Zünftiges

Währschafte Küche in authentischem Ambiente zeichnet den Zeughauskeller am Paradeplatz und das Restaurant Johanniter im Niederdorf aus. Gourmands, die typische Schweizer Gerichte wie Käse-Fondue, Raclette oder Rösti geniessen möchten, kommen in der Limmatstadt voll auf ihre Kosten – sei es im urchigen Stübli oder bei sommerlichen Temperaturen auf einem Aussensitzplatz, pulsierendes Stadtleben inklusive. Gelegenheit dazu bieten beispielsweise das «Le Dézaley», das Restaurant Adlisberg, die Walliser Kanne oder das Restaurant Chäsalp. Besonders schweizerisch geht es in der «mundArtbeiz» (Mundart bezeichnet die schweizerdeutschen Dialekte, die «Beiz» ist eine Kneipe oder ein Restaurant) in Rapperswil zu und her: Fassade sowie Inneneinrichtung sind in eidgenössischem Rot/Weiss gehalten und die traditionellen Schweizer Gerichte werden auf der Karte in schweizerdeutscher Sprache angepriesen.

Einige Zunftstuben der Handwerkerzünfte, die Zürich vom 14. bis zum 18. Jahrhundert regierten, sind heute Restaurants und bekannt für Zürcher Spezialitäten im klassischen Stil – etwa die Zunftstube Weisser Wind oder das Zunfthaus-Restaurant Linde Oberstrass. Vielerorts steckt auch hinter Restaurants mit weltmännischer Küche eine zünftige Herkunft. Etwa im Restaurant Baur des Hotels Savoy Baur en Ville, wo früher die Zunft zur Gerwe und zur Schumachern tagte oder das Restaurant Blue Monkey, das im ehemaligen Zunfthaus der Schneider heute asiatische Speisen auftischt. Das Restaurant Oepfelchammer ist die älteste unveränderte Weinstube Zürichs und war seinerzeit Gottfried Kellers Stammlokal. Hier liegt der Schwerpunkt auf deftigen Fleischgerichten vom Hackbraten bis zum Kaninchenfilet. Mit Fleisch, beziehungsweise Wurst, kennen sich auch die Grilleure des Sternen Grill am Bellevue bestens aus: Es heisst, hier gebe es die beste Bratwurst der ganzen Stadt.

Originell und innovativ

Innovative Ideen werden in Zürich kurzerhand umgesetzt: Gemäss Guinness Buch der Rekorde ist das Haus Hiltl in der Zürcher Innenstadt das älteste vegetarische Restaurant der Welt. Kürzlich ergänzte das 1898 eröffnete Lokal sein Angebot mit der ersten vegetarischen Metzgerei der Schweiz, dem Hiltl Laden. Angeboten werden vegetarische und vegane Feinkost, Weine und Koch-Accessoires. An der «Metzger-Theke» sind Hiltl-Tatar, Zürcher Geschnetzeltes oder hausgemachtes Cordon bleu aus Fleischalternativen wie Tofu, Seitan, oder Soja erhältlich. Ebenso einzigartig ist das weltweit erste und mittlerweile vielfach kopierte Dunkelrestaurant blindekuh, wo Blinde und Sehbehinderte bereits seit 1999 in totaler Finsternis Gaumenfreuden der besonderen Art servieren. Zwischen modernen Geschäftsbauten und altehrwürdigen Fabrikgebäuden in Zürich-West entstand 2012 mit Frau Gerolds Garten eine farbige, urbane Oase, der im Sommer Open-Air-Restaurant mit Stadtgarten, Shoppingmöglichkeiten und Kunst vereint. Im Winter wird in der runden, beheizten Winterstube aus Holz feinstes Fondue angeboten. Besonderen Industriecharme verströmt das «Blaue Ente Provisorium», ein Restaurant in der ehemaligen Mühle Tiefenbrunnen, wo hausgemachte Marktküche zwischen Sandsteinmauern und einem alten Mühlrad mitten im Raum serviert wird. Auch das Restaurant Reithalle diente ursprünglich einem anderen Zweck: Wie der Name schon sagt, gastierten im ehemaligen Kasernengebäude einst mehr Pferde als Restaurantbesucher. Dank der Lage zwischen Zürcher Innenstadt und Theaterhaus Gessnerallee geht in der «Reithalle» ein durchmischtes, urbanes Publikum ein und aus.

Von der Fabrikhalle zum Schlemmerparadies

In den ehemaligen Industriegebäuden im Stadtquartier Zürich-West haben sich kreative Gastronomen den Raum leer stehender Fabriken zu Nutze gemacht und darin ihre innovativen Ideen verwirklicht. Hinter alten Mauern hat sich so Alt und Neu auf bemerkenswerte Weise verbunden – Industriecharme trifft auf zeitgenössisches Design. In einer ehemaligen Giessereihalle befindet sich heute das Restaurant Gnüsserei, in dessen Zentrum ein über hundert Jahre alter Kupolofen steht. Die Glasfront des Restaurants LaSalle im ehemaligen Zürcher Industriequartier eröffnet den Blick in die Schiffbauhalle, in der bis ins 20. Jahrhundert Schiffe für internationale Auftraggeber gebaut wurden. In einer grossen Lagerhalle um die Ecke verströmt eine Mischung aus Restaurant/Bar, Verkaufshalle, Spezialitätengeschäft und Freizeittreffpunkt gemütliche und nostalgische Stimmung zugleich. Das «Les Halles» beherbergt zahlreiche Sammlerstücke vom antiken Rennrad über witzige Werbeschilder aus Blech bis hin zum Designermöbel und bietet seit jeher Muscheln in verschiedenen Variationen als Hausspezialität an. Unweit davon entstand 2010 unter den Bögen des historischen Viadukts eine Einkaufs- und Genussmeile. Unter einem der Bogen serviert das Restaurant Viadukt leichte Küche zwischen massiven Steinwänden. Auf dem Areal des Einkaufszentrums Sihlcity in der Nähe des Bahnhofs Enge erinnert das Restaurant Rüsterei im Backsteingebäude mit angegliedertem 60 Meter hohem Kamin an die Sihl Papierfabrik. Ein paar hundert Meter weiter nördlich, auf dem Hürlimann-Areal, stand Ende des 19. Jahrhunderts die grösste Brauerei der Schweiz. Heute bietet das Restaurant Juan Costa in einem der charmanten Backsteingebäude Tapas in allen Variationen an.

Gastronomie mit Aussicht

Im pulsierenden Trendquartier Zürich-West ragt das höchste Gebäude der Schweiz, der Prime Tower, 126 Meter empor. Im 35. Stock macht das Restaurant Clouds seinem Namen alle Ehre: Mit Gault-Millau prämierten Gerichten auf dem Teller und einer phänomenalen Aussicht über ganz Zürich und die Schweizer Berge wähnen sich Geniesser aus aller Welt hier auf Wolke sieben. In der Jules Verne Panorama Bar, direkt unter der Urania-Sternwarte Zürich, werden ein erlesenes Getränke-Angebot, Mittagsmenüs und Apéro-Häppchen serviert, während Gäste nach den Sternen greifen und eine Rundumsicht über Zürich geniessen. Das Aussichtsrestaurant Uto Kulm auf dem Zürcher Hausberg Uetliberg offenbart vom gläsernen Wintergarten oder der gedeckten Terrasse einen märchenhaften Panoramablick über die Stadt am Fusse des Berges, den Zürichsee und die Schweizer Alpen. Hoch hinaus – genauer gesagt auf 1‘200 Meter über Meer – will auch das höchstgelegene Zürcher Gasthaus Alp Scheidegg, wo der Blick der Gäste von der Speisekarte zur Naturidylle in der Umgebung und in die weite Ferne schweift. Dank der Lage direkt am Zürichsee eröffnen die Restaurants Quai 61, Fischstube, Lake Side und Sonnengalerie eine romantische Sicht auf den glitzernden Zürichsee, die grüne Uferlandschaft und die schneebedeckten Berge am Horizont. Auch die Gastronomie- und Erlebnismeile Marina Lachen am südlichsten Punkt des Zürichsees serviert feinste Menüs mit Seepanorama. Und die «Rôtisserie» des Hotels Storchen schmiegt sich an die Limmat und offenbart einen einzigartigen Blick auf das Grossmünster und die historischen Steingebäude der Altstadt.

Frische Luft und idyllische Natur

Wer die natürliche Frische des Zürichsees hautnah erleben möchte, reserviert am besten im Landgasthof Halbinsel Au, wo zwischen üppigem Grün und plätscherndem Wasser frischer Fisch aus dem Zürichsee verzehrt wird. Auch das Restaurant Fischer’s Fritz am Rande des gleichnamigen Campingplatzes setzt auf frischen Zürcher Fisch. Zwischen Wäldern und Wiesen am   ruhigen Zürichberg liegt das Restaurant Adlisberg, das einen 20-minütigen idyllischen Spaziergang vom Zoo Zürich trennt. Hier ist man der exotischen Natur ganz nah: Vom Restaurant Masoala aus gibt eine Glaswand den Blick auf den Madagaskar-Regenwald der Masoalahalle frei.

Der Erlebnisbauernhof Jucker Farm in Seegräben ist ein beliebtes Ausflugsziel mit naturnaher Kulinarik. Im Hof Restaurant gilt das Motto: «Vom Feld in die Pfanne», Nahrungsmittel aus eigenem Anbau landen direkt auf dem Teller – ob fürs schmackhafte Abendessen oder den ausgedehnten Sonntagsbrunch. Für die Kürbisausstellung schmückt sich der Erlebnisbauernhof jeweils von Ende August bis Anfang November mit aufwendigen Kürbis-Skulpturen, darunter Elvis Presley oder der Froschkönig. Zudem steigen Wagemutige in ausgehöhlte Riesenkürbisse und paddeln anlässlich der Kürbis-Regatta über den Zürichsee. Unter den zahlreichen Lokalen der Zürcher Altstadt tischen die meisten Lokale in den warmen Monaten auch unter freiem Himmel auf. In den romantischen Innenhöfen geniesst man etwa in den Restaurants Neumarkt, Florhof, Rosengarten oder im Landgasthof Wassberg milde Sommernächte im lauschigen Garten oder unter knorrigen Bäumen.

Kochkunst auf höchstem Niveau

Mehr als 50 Restaurants in Zürich sind mit Gault Millau-Punkten ausgezeichnet und gehören zu den besten Lokalen der Schweiz. Zum zweiten Mal in Folge wurde 2013 ein Zürcher Koch zum «Aufsteiger des Jahres» gekürt: Christian Kuchler vom Restaurant Hirschen in Eglisau löst den letztes Jahr ausgezeichneten The Restaurant-Chefkoch Heiko Nieder ab, der dieses Jahr wiederum mit 18 Gault- Millau-Punkten ausgezeichnet wurde. Auch Jacky Donatz‘ Küche im Restaurant Sonnenberg hoch über den Dächern der Stadt ist bei Gourmets begehrt. Ebenfalls am Zürichberg verwöhnt Dennis Puchert seit August 2012 seine Gäste im Fine Dining Restaurant Spice mit Gourmetkreationen und traumhaftem Ausblick. Nicht entgehen lassen sollte man sich die Kochkunst des Chefkochs im mit zwei Michelin-Sternen und 17 Gault-Millau-Punkten ausgezeichneten Restaurant Mesa: Antonio Colaianni kocht mit Herzblut und verhalf bereits dem Clouds im Zürcher Kreis 5 zu 16 Gault-Millau- Punkten. Im Ristorante Bianchi am Limmatquai geniesst man Fisch-Küche der Extraklasse. Die Küche von Chefkoch Laurent Eperon im «Le Pavillon» des Fünfsterne-Hotels Baur au Lac zeugt von einem frischen, dynamischen und zeitgemässen Stil: «Contemporary Fine Dining» ist seine leichte, offene Interpretation der klassischen Haute Cuisine. Am Herd des Restaurants Helvetia, das umgangssprachlich schlicht «Helvti» genannt wird, begeistert die mehrfach preisgekrönte und ambitionierte Françoise Wicki mit regionaler, marktfrischer Küche. Und im Widder Restaurant des gleichnamigen Spitzenhotels verwöhnt Dietmar Sawyeres die Gäste mit aromatischen Gerichten in stilvollem Ambiente.

Kaffee und Kuchen

In den stilvollen Zürcher Cafés kommen Kaffeeliebhaber wie auch Schleckmäuler auf ihre Kosten. Mit luftigen Luxemburgerli und zartschmelzenden Truffes verführt die Confiserie Sprüngli am Paradeplatz. Im Café Schober laden selbstgemachte Schokolade und Patisserie zum Verweilen ein. Das Cakefriends hält, was der Name verspricht: Kuchenfreunde werden hier mit Kuchen und Backwaren frisch aus der Backstube verwöhnt. Auch bei «Les Gourmandises de Miyuko» kommen Gebäckfreunde und Mangafans auf ihre Kosten. Unter den farbigen, aufwendig dekorierten und schmackhaften Torten des mit japanischen Comic-Wandmalereien verzierten «Teestüblis» finden sich zahlreiche vegane oder glutenfreie Exemplare. Die Café-Bar da noi Berner nahe dem Kunsthaus ist stadtbekannt für seine Wähen und das Café Felix punktet am Bellevue mit opulenten Räumen und feiner Trinkschokolade. Zum TeeCafé Schwarzenbach gehört  das gleichnamige Kolonialwarengeschäft. Die hauseigene Kaffeerösterei garantiert höchsten Kaffee-Genuss. Im Café Wühre und dem Rathaus Café gibt’s zum Cappuccino Sicht auf die Limmat und die Altstadt obendrauf. Und für einen Espresso und etwas Süsses im Gran Café Motta am Limmatquai, eingerichtet von der Stararchitektin Tilla Theus, unterbricht man das Flanieren durch die pittoresken Gassen der Zürcher Altstadt nur zu gern.

 

Quelle: Zürich Tourismus

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